Applikationsverfahren

Extrakorporale kleine Eigenblutbehandlung

(Begasung einer von 1-3 ml venösem Eigenblutes / Reinjektion erfolgt i.m.)

extrakorporale kleine Eigenblutbehandlung

Bei der kleinen Eigenblutbehandlung werden ca. 1-5 ml aus der Vene entnommen, mit Ozon-/Sauerstoff angereichert und werden als Reiztherapie in den Gesäßmuskel (i.m.) oder unter die Haut (s.c.) zurückgespritzt.

Die kleine Eigenblutbehandlung kommt u.a. zum Einsatz bei:

  •   Hauterkrankungen
  •   Allergien
  •  Behandlung bei Immunschwäche, -störung (rezidivierende Infekte)
  •   Herpes simplex & Herpes zoster
  • Als Autovakzination bei Psoriasis, Dermatitis, Ekzem, Akne vulgaris und Furunkulosis
  •  Als supportive Therapie bei Krebs oder bei chronisch invalidisierenden Erkrankungen
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Große extrakorporale, normobare (drucklos) Eigenblutbehandlung

(Ozonisierung vom 80 – 100 ml venösem Eigenblut / Reinfusion als Tropfreinfusion)

Für die extrakorporale Blutbehandlung darf prinzipiell nur steriles Einmalmaterial verwendet werden und die Behandlung muss in einem geschlossenen, druckfreien System erfolgen.

Dem Patienten werden 80 bis 100 ml venöses Eigenblut entnommen, das extrakorporal mit exakt vorgegebenen Mengen Ozon-/Sauerstoff angereichert und unmittelbar reinfundiert wird.

Um möglichst alle Erythrozyten und immunkompetenten Zellen zu aktivieren, sollte das Ozon-Sauerstoff-Gemisch das Blut gleichmäßig erreichen oder durchperlen

(Sangi-Perl-System), wobei Ozon in Milisekunden reagiert. Reinfundiert wird das Blut in Form einer normalen Tropfinfusion mit 60 bis 90 Tropfen pro Minute. Ozon wirkt also über die ATP-Bildung entlastend auf die Atemkette, fördert nicht die Utilisation von Sauerstoff, sondern senkt zwischen 20 und 25 % den Sauerstoffbedarf.

Dabei ist es nicht über die üblichen Behandlungsmethoden an einen Tumor oder an eine virusinfizierte Zelle innerhalb des Körpers heranzuführen, da beim ersten Membrankontakt die Ozonide entstehen und diese dann die intrazellulären chemischen Reaktionen einleiten. Neben einer hygienisch einwandfreien Arbeitsweise ist beim Umgang mit Ozon stets auch auf ozonresistente Materialien zu achten.

Die durchblutungsfördernde Eigenschaft und verbesserte Sauerstoffbereitstellung (durch die roten Blutkörperchen) nutzt man bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen und zur Revitalisierung. Im niedrig dosierten Konzentrationsbereich werden die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert, d.h. das Immunsystem aktiviert.

Immunzellen produzieren als Antwort auf ihre Aktivierung durch Medizinisches Ozon spezifische Botenstoffe, die Zytokine (wie Interferone oder Interleukine), die andere Immunzellen informieren und so die ganze Kaskade der Immunantwort in Gang setzen. Der Einsatz des Medizinischen Ozons zur Immunaktivierung bei einer schlechten Immunlage und Immundefizit wird daher sinnvoll.

Die große, extrakorporale Eigenblutbehandlung kommt u.a. zum Einsatz bei:

  • Behandlung von Durchblutungsstörungen, zerebrale, koronare, pAVK alle Grade
  • Behandlung von Rheuma und des rheumatischen Formenkreises
  • Krebsbegleittherapie bei Bestrahlungs-, Chemotherapie und zur Rezidivprophylaxe
  • Behandlung der altersbedingten, trockenen Makuladegeneration (AMD)
  • OP-begleitend für besseren Infektionsschutz und bessere Wundheilung
  • Chronic Fatigue Syndrom
  • Burnoutprophylaxe
  • Dauertherapie bei chronisch Kranken
  • Primär präventiv zur Sicherung der Lebensqualität und körperlich-geistigen Leistungsfähigkeit
  • Herstellung der optimalen Immunabwehr als Infekt- u. Krebsschutz
  • uvm…
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Rektale Darminsufflation

(Begasung des Darmes mittels Frauenkatheter)

Bei der rektalen Darminsufflation wird dem Patienten mit Hilfe einer Blasenspritze das Ozon-Sauerstoff-Gemisch in den Enddarm eingebracht.

Die Rektale Insufflation (RI) stellt eine Form der systemischen Ozontherapie dar. Das Ozon-Sauer­stoff-Gemisch reagiert umgehend mit den Inhaltsstoffen des Darmabschnittes, wo Mukoproteine und andere Sekretionsprodukte mit antioxidativem Potential unverzüglich unter Bildung von Sau­erstoffradikalen (reactive oxygen species, ROS) und Lipidperoxiden (lipid peroxidation products, LOP) mit dem Ozon reagieren. Diese Reaktionsprodukte penetrieren anschliessend die Mukosa und gelangen in die venösen und lymphatischen Kapillaren.

Diese nichtinvasive Technik kann bei Kindern, älteren Patienten oder Patienten mit für wiederhol­te Punktionen und damit anstatt der großen Eigenblutbehandlung (GEB) ungeeigneten Venen risikolos angewandt werden.

Diese Behandlung wird generell gut vertragen und erlaubt eine langsame Dosissteigerung ähnlich wie bei der GEB.

Chronischen Krankheiten kann die angemessen verwendete Ozondosis eine vorübergehende To­leranz gegen oxidativen Stress induzieren. Deshalb sind wiederholte Therapiezyklen erforderlich (20 Sitzungen, wenn möglich täglich, stellen einen Therapiezyklus dar). Es wird empfohlen, die Dosis bei den weiteren Therapiezyklen, welche innert des ersten Jahres nach jeweils drei bis vier Monaten Intervall erfolgen sollten, langsam zu steigern. Sollten zwischen den Therapiezyklen mehr als sechs Monate liegen, sollte wieder die gleiche Dosis wie beim ersten Zyklus verwendet werden.

Die Behandlungsmethode kommt v.a. zum Einsatz bei:

  • Entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Obstpation
  • komplementäre Onkologie
  • Nierenerkrankungen
  • arterielle und venöse Durchblutungsstörung
  • Immundefizit,
  • Malignome
  • rheumatoide Erkrankungen
  • Infektionen ,broncho- pulmonale Erkrankungen (COPD)

Außerdem stellt sie eine Alternative zur GEB dar!

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lokale Direktinjektionen (i.m. / s.c. / i.art./ i.c.)

(mit ozonresistenter Einmalspritze (latexfrei) / direkte Ozongasinjektion)

Bei diesen Applikationsverfahren wird ein Ozon-/Sauerstoff Gemisch direkt infiltriert. Ein Lokalanästhetika (z.Bsp. Procain 1%) wird VORAB mit separatem Besteck infiltriert.

Ozon und Lokalanästhesie NICHT mischen!

Diese Injektionen wirken wie folgt:

  • Aktivierung des Zellmetabolismus
  • Erhöhung von ATP
  • Besserung der O2-Versorgung
  • Aktivierung der Antioxidantien
  • Antiinflammatorisch
  • Aktivierung von Radikalfängern
  • Aktivierung immunkompetenter Zellen
  • Aktivierung von Knorpel-Zellen
  • Freisetzung von TGF-beta

Indikationen für intrakutane und subkutane Injektion    

  • Infektionen der Cutis und Subcutis
  • Triggerpunkte
  • Akupunkturpunkte
  • Schmerzpunkte
  • Chronischer Muskelschmerz

Indikationen für Paravertebrale / i.m. Injektionen / intradiskale Injektionen

  • degenerative WS- Erkrankungen
  • Myogelosen
  • Bursa
  • Sehnenansätze
  • Schulter
  • Hüfte
  • Narben
  • Ganglien
  • Störfelder (neuromodulativer Trigger)

Indikationen für intraartikuläre Injektion (Arzt)       

  • Arthritis
  • Arthrose
  • posttraumatische Arthralgien
  • Tennisellenbogen
  • Silent inflammation
  • Frozen Shoulder
  • Lyme Borreliose
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Nasen Reflex-Dusche

(mit Einmalspritze / direkte Ozongasinsufflation in die Nase mit spezieller Atemtechnik)

Hier werden pro Nasenloch ca. 10 ml Ozon mit einer zuvor kurz geprobten speziellen Atemtechnik in die Nase appliziert.

Ozon darf nicht eingeatmet werden!

Es erfolgt nur eine kurze Reizung der Nasenschleimhaut. Durch das feuchte Milieu zerfällt das Ozon in Sauerstoff.

Die Ozon-Nasendusche hilft bei Nasennebenhöhlenentzündungen, Schnupfen, Pollenallergie und bei bestimmten Kopfschmerzzuständen.

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Transcutanes Gasbad – Unterdruck-Beutelbegasung der Extremitäten

(Extremitätenbegasung über ozonresistente Kunststoffbeutel)

Man verwendet folgende Konzentrationen (80, 70, 60, 40, 30, 20) μg/ml für die Dauer von 5 bis 15 min, je nach Zustand und Heilungsverlauf der Läsion.

Die Konzentration (60-80) μg/NmL wird lediglich bei purulenten Infektionen mit einer sehr kurzen Applikationsdauer von nicht länger als 5 min verwendet.

Wenn die Infektion unter Kontrolle ist und sich gesundes Granulationsgewebe bildet, müssen Fre­quenz und Konzentration reduziert werden, um den Abheilungsprozess zu induzieren und zu be­schleunigen.

 

Zur Beachtung: Es ist notwendig, das Wundgebiet vor der Ozonbegasung zu befeuchten und bei der Beutelbegasung initial die gesamte Luft mittels Vakuum-Modus aus dem angelegten Beutel zu entfernen. Am Ende der Behandlung muss vor Entfernung des Beutels sämtliches Ozongas mittels Vakuum-Modus abgesaugt und destruiert werden.

Die Beutelbegasung dient v.a. der Behandlung von:

  • Ekzeme
  • Geschwüre
  • Abszesse
  • Ulcus cruris
  • Diabetischer Fuß
  • offenen, schlecht heilenden Wunden
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Ozonwasser-Begasung nach dem Humares®-System (maximal 60 Sekunden)

(Ozonisierung von Wasser)

Hierbei wird ein gutes Wasser (dest. Wasser, Osmosewasser, Umkehrosmosewasser) für 60 – 120 Sekunden ozonisiert und danach in einer Glasflasche verschüttelt.

Die Halbwertszeit beträgt kühl aufbewahrt maximal 2 Tage.

Indikationen

  • Wundheilungsstörungen
  • Zahnfleischentzündungen
  • Apthen
  • Munddesinfektion
  • Wundhygiene
  • Pilzinfektionen auf der Haut
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Weitere, mögliche Applikationsverfahren mit Ozon-/Sauerstoff sind:

 

Saugglockenbehandlung

Man verwendet Konzentrationen im Bereich zwischen 15 und 60 μg/NmL, die Therapiedauer vari­iert je nach Bedarf zwischen 5 und 20 Minuten.

Bei Verwendung der Ozon-Glocke müssen unter Verwendung des Vakuum-Modus Luft und Ozon­gas ständig abgesaugt und destruiert werden.

Das Vakuum verbessert den Blutfluss und das Ozon kann besser einwirken.

 

Fistelinsufflation

Der Therapeut hat sich vor jeder Behandlung zu versichern, dass von der Fistel aus keine Verbin­dung zu den Atemwegen besteht.

Beachtung erfordert hier auch die Möglichkeit von Gasansammlungen in geschlossenen Höhlen, weshalb während der Behandlung auf das Auftreten gefährlicher und schmerzvoller Druckempfin­dungen besonders zu achten ist. Dieses Problem kann sowohl bei der Behandlung kutaner, peri­analer wie auch chirurgischer Fisteln auftreten.

Vor der Gasinsufflation sollte die Fistel mit ozonisiertem Wasser ausgespült werden.

 

Vaginale Insufflation

Es kommen Ozonkonzentrationen zwischen 10-30 μg/NmL und Volumen von ca. 800 ml mit einer kontinuierlichen Flussrate von 0.1 bis 0.2 l/min zur Anwendung.

Vor der Insufflation sollte unter Verwendung ozonisierten Wassers eine vaginale Waschung durchgeführt werden.

Anwendungen im Gehörgang

Ueberprüfen Sie, ob das Trommelfell intakt ist. Da Ozon nur in angefeuchtetem Milieu wirkt, müs­sen Trommelfell und Gehörgang vor der Ozonapplikation angefeuchtet werden.

Zur Insufflation kann eine Spritze ver­wendet werden. Allenfalls verwendet man zur Ohr-Insufflation auch eine Art modifizierten Ste­thoskops mit Silikonschläuchen, welche über einen Konnektor aus Kynar mit einer Spritze, in der sich Ozongas in den oben beschriebenen Konzentrationen befindet, verbunden wird.

Die Applikation muss sehr vorsichtig und langsam manuell erfolgen damit das Ozon an Gehörgang und Trommelfell einwirken kann.

Tritt dabei ein auch nur minimales Ozonleck auf, muss die Applikation noch langsamer erfolgen.

Indikationen: Otitis, Dermatitis

Kontraindikationen Ozon-/Sauerstoff-Therapie 

  • Sichelzellanämie, Thalassämie, Kugelzellanämie (schwere Anämien / Hb unter 8)
  • Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (Favismus)
  • Unbehandelte Hyperthyreose (nicht oder schlecht medikamentös eingestellt)
  • Allergien gegen Citrat-Zusatz 3,13 % (sehr selten)
  • Entzündliche prä-Aktivierung des Immunsystems (CRP Ý, IL-6 Ý, IL-1 Ý, TNFa Ý)
  • ACE-Hemmer 1. Generation (rote Liste)
  • Blutverdünner Noax (Eliquis, Lixiana, Pradaxa und Xarelto)
  • Frischer Herzinfarkt
  • Frischer Apoplex
  • Frischer Hirninsult
  • Leukämie
  • Thrombopenie
  • WPW-Syndron
  • Schwangerschaft (relative Kontraindikation)
  • Alkoholisierter Patient oder Patient unter Drogeneinfluss